„Kostenkontrolle – Die Leiden der Projektbeteiligten“ aus der Sicht eines Generalunternehmers, Martin Joos, ADUNIC

Der Fokus wurde auf das Thema gelegt, wie Bauherr, Architekt/Szenograf und Unternehmer miteinander umzugehen haben, um in einem anspruchsvollen Museumsprojekt mit effizienten Mitteln die Kosten, Qualität und Zeit im Griff zu behalten. Fragen wurden erörtert: Macht eine Paketvergabe Sinn? Bleibt das Projekt dennoch transparent? Wann, wer und wie kann die Kosten eines Projektes belastbar beziffert werden?

Anhand von realisierten Projekten wurde aufgezeigt, welche Form der Zusammenarbeit in verschiedenen Projekten gewählt wurde, welche Hürden dabei aufgetaucht sind und was daraus gelernt werden kann. 

Drei Beispiele, Kurzbeschrieb mit Aufzeigen der projektspezifischen Knackpunkte

  • · Klassische Ausschreibung (SNM «Marignano», BMW München)
  • · Ansatz Kunstwerk (Schweizer Pavillon für Biennale Venedig, Mobiliar AlpTransit)
  • · GU-Mandat (FIFA-Museum)

 

Herausforderungen / Diskussionspunkte

  • · Dilemma des Detaillierungsgrades bei der Vergabe
  • · Hürde Vergaberecht -> WTO, Vorgaben der europäischen Vergabegesetze
  • · Planungsgrad/Planbarkeit ->wie planbar ist ein experimentelles Projekt?
  • · Projektorganisation/Projektsteuerung ->wie viele Köche verträgt der Brei?
  • · Performance der Subunternehmer und Lieferanten
  • · Wer trägt das Risiko ?

 

Verschiedene Vergabearten wurden vorgestellt:

  • In Paketen
  • GU-Mandat (Generalunternehmer)
  • Design to Build
  • TU-Mandat (Totalunternehmer)
  • Freihändige Vergabe

Ebenso wurden verschiedene Abrechnungssysteme erläutert, wobei das System Open Book im speziellen diskutiert wurde.